EGGENBURG - Versöhnlich zeigte sich das Wetter am Sonntag und bescherte dem "Ritterfest" einen gelungenen Abschluß. Viele Gäste hatten sich aber schon am Samstag eingefunden und sich wetterfest gezeigt.
Vor allem am Nachmittag strömten die Besucher in Scharen zum Hauptplatz, um beim bunten Treiben im Zuge der zweitägigen Zeitreise ins Mittelalter des Vereins "Eggenburg Aktiv" dabeizusein. Schwerpunkte waren die Schwertkämpfe sowie schauerliche Schauprozesse gegen Schwerverbrecher, die Bezirksrichter Mag. Peter Dieberger mit donnernder Stimme gnadenlos aburteilte.
Mitreißendes Spektakel
Als absoluter Höhepunkt erwies sich - wie erwartet - die große Feldschlacht auf der Kanzlerwiese, wo einander gegnerische Ritter gegenüberstanden und einen beachtlichen Schaukampf abzogen. Klirrende Schwerter, schwirrende Pfeile und brennende Strohballen sorgten für ein riesen Spektakel.
Das umfangreiche Rahmenpragramm (Münzprägen, Schmieden, Holzschnitzerein, Töpfern, Bogen- und Armbrustschießen sowie viele Attraktionen fur Kinder) ergaben ein
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umfassendes Angebot an mittelalterlichem Flair. So war es ein
leichtes, sich in die damalige Zeit hineinzudenken. Dennoch: Ganz kam man nicht ohne den "Schrecken der Neuzeit" durch. Der als "Fraghäusl" adaptierte Info-Stand konnte auf ein modernes Handy nicht verzichten.
"Nach der steigenden Besuchertendenz der vergangenen Jahre hätten wir uns natürlich viel erwartet, wir sind aber mit einem blauen Auge davongekommen", zieht Margarete Jarmer von "Eggenburg Aktiv" Bilanz.
"Der Samstag war zwar total verregnet, am Sonntag sind aber zwischen zwei- und dreitausend Besucher zum Fest gekommen." Unter anderem brachte allein ein Sonderzug 500 Menschen aus Wien, und auch viele mit Bussen anreisende Gäste hatten sich von der Witterung nicht von ihrem Vorhaben abbringen lassen. Leider mußten aber einige Programmpunkte verschoben, abgesagt oder gekürzt werden. Vor allem der "mystische" Teil (Feuershow,...) fiel dem Wetter zum Opfer.
"Der Rahmen bleibt unverändert, er hat sich bewährt", wendet Jarmer bereits jetzt ihren Blick auf das nächstjährige (das bereits 5.) Fest: "Beim Programm versuchen wir aber immer wieder, den Gästen auch Neuigkeiten zu bieten.
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